Am Dienstag, dem 10.11.2015 begann unsere Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz. Mit dabei waren Schüler  der Klassen 9b, 10a und 10b der Pestalozzi-Oberschule Limbach-Oberfrohna sowie 5 Vertreter der  Kirchgemeinde. Da die Busfahrt mitten in der Nacht begann, waren alle noch sehr müde. Und doch konnte mancher durch ein  wenig Schlaf für den bevorstehenden Tag Kraft tanken.  Nach einer langen Fahrt und ausführlichem Mittagessen ging es geradewegs zum Stammlager. Dort erwartete uns eine 4-stündige Führung mit vielen neuen Eindrücken. Beim Anblick der großen Berge an Schuhen, Prothesen,  Geschirr, aber vor allem Haaren blieb uns der Atem weg.  Das zu verarbeiten war nicht einfach.  Nach dem Abendessen fand in unserem Hotel noch eine Filmvorführung statt, deren Handlungsort wir nun bereits  besser kannten. Später, als dann alle in ihren gemütlichen Betten lagen, war sicher jeder froh, nicht in einem Konzentrationslager  auf harten Holzpritschen schlafen zu müssen, wie die damaligen Häftlinge. Den 2.Exkursionstag, den 11.11. 2015 begannen wir mit dem Besuch der „alten Judenrampe“ an der Gedenkstätte  Birkenau. Als sich vor uns das gewaltige Tor erhob und man die – so kam es uns vor – endlos langen  Schienen  sah, lief uns eiskalter Schauer über den Rücken. All diese unschuldigen Menschen, deren Freiheit gestohlen  wurde, fuhren qualvoll in Richtung Tod!   Am Nachmittag erfolgte unsere Kranzniederlegung mit anschließender Schweigeminute. Am Donnerstag, dem 12.11.2015 besichtigten wir die Nationenausstellungen mit individuellem Selbststudium im  Stammlager. Dabei entdeckten wir immer wieder Bilder mit dürren, leidenden Menschen, die offensichtlich derart  kraftlos waren, dass sie sich kaum noch selbständig auf den Beinen halten konnten. Wir waren entsetzt und  fassungslos. Wie kann man nur ein solches Verbrechen an schuldlosen Menschen zulassen?! Langsam neigte sich unsere Studienfahrt dem Ende entgegen. Der letzte Tag in Polen brach an.   Wir besuchten die ehemalige Schindler-Fabrik in Krakau, die teilweise zu einem sehr anschaulichen Museum  umgebaut wurde. Thema der Ausstellung ist Krakau vor, während und nach der Besatzung durch  Nazideutschland. Um die damalige Lage der Menschen besser zu verstehen, hat man die Ausstellungsräume  ideenreich und kreativ eingerichtet, so z.B. einen dunklen Gang mit weichem Boden, um die schweren Schritte  eines jeden besser nachvollziehen zu können. Es waren erlebnisreiche Tage mit vielen neuen Eindrücken, doch es kam uns erleichternd vor, vom Ort des  Schreckens und der Angst, dem größten Friedhof der Welt, wieder Abschied zu nehmen.  Die letzten Stunden verbrachten wir in einer der schönsten Städte Polens inmitten lebenslustiger Menschen, wie  wir es selbst sind! Bis zu dem Zeitpunkt, als Warschau Polens Hauptstadt wurde, gehörte dieses Privileg Krakau  über Jahrhunderte. Sie war Residenzstadt der polnischen Könige, was man ihr immer noch ansieht. Eine Burg  thront auf ihrer höchsten Stelle und die Kirchen kann man in Krakau kaum zählen.   Wir haben eine sehr kurze, aber interessante Stadtführung genießen können, die uns diese Fakten nahebrachte.  Danach hatten wir die Möglichkeit, die Gegend um den imposanten Marktplatz in kleinen Gruppen auf eigene  Faust zu erkunden und das ein oder andere Souvenir für unsere Liebsten mitzunehmen. Doch dann erwartete uns  schon der Bus … Im Namen aller Schüler wollen wir uns nochmals für das Ermöglichen  dieser Reise bedanken. Nur durch die  Bereitstellung vieler Fördermittel von der Stadt Limbach-Oberfrohna, dem Förderverein unserer Schule und Güldi-  Moden, dem Kooperationsbetrieb der Schule, konnte sie überhaupt in die Tat umgesetzt werden.  Ebenfalls ein großes Dankeschön verdienen unsere Lehrerinnen Frau Uhrin, Frau Ratsch und Frau Ozanik, die  immer ein offenes Ohr für uns hatten und uns bei der Verarbeitung schlimmer Eindrücke halfen. Ein Lob soll außerdem noch ausgesprochen werden an alle anderen uns begleitenden Erwachsenen, die mit viel  Engagement, Liebe und Herzblut an der Vorbereitung beteiligt waren oder auch nur ihre Zeit gern mit uns  verbracht haben. Sie waren eine große Hilfe für viele unserer Fragen.  Laura Linneman, Luise Mehner, Emilie Bahr Schülerinnen der Klasse 10a Die Hoffnung stirbt zuletzt